Sprung ins kalte Wasser

9.5.2026

I hamer glaub en Seich gwünscht.

Mit dem Abgeben des Wunsches: „Lead me to the right people, places and circumstances“, hat alles begonnen. Alles ist übertrieben. Die Wendung jedenfalls. Die Wendung von meiner zweijahrelangen Introspektive hin zur Öffnung gegen aussen. Ich gebe zu, sie fällt mir nicht leicht. Es ist ein Sprung ins kalte Wasser. Ein weiterer Sprung ins Unbekannte. Doch heute nehme ich mich selbst an die Hand. Und lande hoffentlich sanft auf dem warmfeuchten Boden meines Seins. Mit dem Teilen meiner Gedanken gebe ich die Kontrolle ab, lasse los, Vertraue dem Prozess.

Ich vibriere. Was vibriert in mir? Die Nervosität davor, was passieren wird, wenn ich diesen Text veröffentliche? Oder ist es mein Herz, das Freudesprünge macht, weil es sich auf die Ausdehnung meiner Energie so unglaublich freut? Wohl beides.

Doch da ist das Unbekannte. Was dann? Was wenn? Was kann schon passieren? Ich weiss es nicht. Genau deshalb habe ich diesen Prozess wochenlang, unbewusst vielleicht auch monate- und jahrelang vor mir hergeschoben. Da seit heute auch mein Stirnchakra rebelliert und mine Seele mich via Schnupfen darüber informiert, dass es nun endlich an der Zeit ist, meiner Seele das Steuer zu übergeben und Platz für meine übersinnlichen Fähigkeiten zu schaffen und mein Halsschakra mitvibriert, um meine Stimme in die Welt zu tragen, schreibe ich diesen Text. Möglich, dass das Schreiben alleine nicht genügt, dass meine Stimme dazukommen muss, um zu befreien. I don‘t know. Und fange mal klein an.

Mit „right people“ meine ich drei Menschen in meinem Alter, denen ich in den letzten drei Tagen begegnet bin, welche ihre tiefgreifenden Botschaften in Form von Videos, Posts und Kunstausstellungen bereits teilen. Wir sind uns an den „right places“ und durch die „right circumstances“ begegnet. Danke Leben. Sie haben mich tief inspieiert. Ich habe gefühlt, was es in mir auslöst, sie authentisch und ihre innerste Wahrheit präsentierend zu erleben. Ich habe den Vibe gefühlt. Der hat getragen. Und ihre Ehrlichkeit sowie Verletzlichkeit hat mir Mut gemacht, es ihnen gleichzutun.

Offenbahrung. Authentische Einsicht. Hose abe. Ohne Selbstverherrlichung. Sich ehrlich zeigen. Wo wahre ich zum Schutz meiner Privatsphäre Grenzen? All dies schwirrt mir durch den Kopf. Und dann auch: Ich habe eine Geschichte zu erzählen. Sie wird Menschen berühren. Sie wird meine Frequenz raustragen. Sie wird anderen beim Erinnern helfen. Das ist Teil meiner Mission. Teil meines Seelenvertrages.

Seit Tagen frage ich mich, welches wohl der beste Kanal für meine Geschichten ist. Und das Medium? Text, Bild, Audio, Musik, Video oder gar eine Mischung? Ich kann es nicht wissen, bevor ich es nicht ausprobiere.

Ich stehe an der Klippe. Ich werde den Sprung wagen müssen. Ein Schmetterling mit einem offnen Flügel… und einem Verklebten, der sich erst beim ersten Flugversuch durch kräftige Flügelschläge und das Vertrauen in die Luft, die ihn tragen wird, öffnen wird.

Wenn du meine Luft bist, bin ich dir dankbar. Meine Frequenz will in Resonanz gehen. Danke für den Aufwind. Auch in meiner Essenz liegt der Wunsch, getragen und verstanden zu werden.

Mein Leben ist anders als zuvor. Mein Leben ist neu. Und so bin ich es.

Ich wünsche mir, mich mit Menschen verbinden zu dürfen, die verstehen können, was mich beschäftigt. Mit denen ich Gespräche auf Augenhöhe haben kann. Dass trotz oder genau durch all die untypischen Erfahrungen und Wahrnehmungen in meiner kleinen, grossen, inneren Welt Verbindung entsteht. Dass mich das Unsichtbare und sensitiv Wahrnehmbare vereint mit Gleichgesinnten, anstatt mich von Menschen zu trennen.

Ich glaube, dass ich auch deshalb heute schreibe.

Es ist etwas ruhiger in mir. Ich sitze mit Strassenkleidern auf dem Hotelbett und mir fallen die kleinen Schlammspritzer an den Hosenbeinen wieder auf.

War es das schon? Oder kommt noch was?

Für heute genügt‘s.

Ob‘s einen Seich war, weiss ich erst, wenn ich diesen Text teile.

¡Dale!

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